Freitag, 11. April 2014

Philosophie: Die drei Dinge im Leben

Vor gar nicht allzu langer Zeit, in einer unbekannten Schule, war eine Mathematiklehrerin sehr bekannt und die sprach:
Mein Professor sagte zu mir: Marion, es gibt drei wichtige Dinge im Leben. Raum, Zeit und Geduld. Und damit ließ er mich stehen und ging Essen.
Und dann erklärte sie uns, warum diese drei Dinge so wichtig waren. Und verdammt: Ihr Professor ist ein kluger Mann!


Raum


Ein Mensch muss seinen Raum kennen. Er muss wissen, wo er sich befindet. Er muss wissen, wie die Umstände um ihn herum sind und mit wem er sich im gegebenen Raum befindet. Aber ein Mensch muss auch wissen, wo er selbst endet und der Raum um ihn herum beginnt. Sowohl der tatsächliche, der materielle Raum, als auch der geistige und spirituelle. Er muss den Unterschied zwischen sich und seiner Umwelt erknennen - zwischen dem, was er ist und was er nicht ist. 


Zeit


Wer mit kleinen Kindern zusammenarbeitet weiß, diese kennen genau zwei Zeitformen: Jetzt und nie. Sie können noch nicht zwischen "vor dem Mittagessen" und "nach dem Mittagessen" unterscheiden und deswegen geht für sie die Welt unter, wenn sie das Bonbon NICHT JETZT bekommen - sie denken, sie bekommen es NIE.
Ein Mensch muss daher wissen, in welcher Zeit er sich befindet. Und welche Zeit relevant ist, welche realistisch ist und welche er nie erreichen wird. Er muss wissen, wie und bis wann er welche Ziele zu erreichen hat und wie viel Zeit ihm zur Verfügung steht.


Geduld


Dazu muss man vermutlich nicht allzu viel erzählen. Geduld ist immer wichtig. Egal, ob im Umgang mit anderen oder mit sich selbst. Ein Mensch kann nur etwas erreichen, wenn er geduldig und ausdauernd an sich und seinen Fähigkeiten arbeitet, aber auch, wenn er sich und seinem Umfeld Zeit lässt. Wer ungeduldig wird, macht Fehler oder verliert den Elan. Ohne Geduld nützen einem auch Wissen über Raum und Zeit nichts, denn man kann es nicht anwenden. Daher ist Geduld zwar der wohl am leichtesten definierte Faktor, aber auch der, der am schwersten zu erlernen ist.

Ich will verdammt sein, wenn das mal keine gute Lebensweisheit ist, die sie da mit mir und meiner Klasse geteilt hat. Und ich werde in Zukunft versuchen, mir diese drei Worte in Erinnerung zu halten, wenn ich wieder vor einem Problem stehe. (Oder einfach mal wieder nicht aufgerufen werde...) 


Kommentare:

  1. Wenn ein Lehrer dich nicht immer aufrufen will, bedeutet das in der Regel, das er dich für richtig gut hält. Die Besten Schüler darf man leider nicht zu oft aufrufen, weil sonst die weniger guten Schüler abschalten. Darfst es als Kompliment auffassen. :-)

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  2. Ja, das weiß ich. Es ist hin und wieder einfach nur demotivierend. Aber ich kann glaub ich gut damit leben, die beste zu sein. Auch, wenn es manchmal schwer fällt. [/Höhenflug] :D

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