Montag, 12. Mai 2014

Rantnesday - Meckern zur Wochenmitte

note: Rants sind bei mir seit jeher eine Ansammlung von Dingen, die mich nerven und die ich nicht diplomatisch schreibe. Damit werd ich auch nicht anfangen, weil sie eh an niemanden im Speziellen gerichtet sind und dann auch nur halb so übertrieben wären...  

Ich hab mir eigentlich vorgenommen, jede Woche einen Blog-Eintrag zu schreiben. Natürlich hab ich die letzten Wochenen nicht geschafft, weil mir, siehe Hoffnung-Post, meine Sehnenscheidenentzündung reingeplappert hat. Die ist wieder da und sie tut scheiße weh. Deswegen hab ich in den letzten Tagen immer mal wieder hieran geschrieben und lass es jetzt gebündelt raus. Bereit? Nein? Perfekt. Here we go:

#1 - Menschen, die ihre Entscheidungen nicht durchziehen

Im Leben gibt es oft Momente, in denen man sich entscheiden muss und unter Umständen sind eben diese Entscheidungen sehr wichtig - für einen selbst und für andere. Und damit meine ich nicht "Will ich meinen Döner scharf oder nicht?" sondern Dinge, die über die normale Abendmal-Gestaltung hinausgehen. 
Ich könnte Karies kriegen, wenn Menschen irgendwann feststellen, dass der Weg, den sie da eingeschlagen haben, doch nicht so chillig ist, sondern auch mal ein bisschen Arbeit erfordert. Und dann haben sie keinen Bock mehr drauf, weil es hat ihnen vorher ja keiner Gesagt, dass sie mal den Hintern heben müssen, um sich selbst um was zu kümmern. 
Das geht bei Kindern, aber ab einem gewissen Alter sollte man vielleicht schon so weit im Voraus planen können, dass einem nicht immer Zucker in den Arsch geblasen wird.

Ein gutes Bespiel sind imho solche On/Off-Beziehungen, in denen man "in einer Beziehung" ist, wenns grad läuft, "Single", wenn man den anderen grad nicht riechen kann und ansonsten grundsätzlich alles "kompliziert" findet.
Sowas kann im Einzelfall funktionieren und ist selbstverständlich auch immer viel lustiger und abenteuerlicher als von Anfang an geklärte Fronten. Die sind langweilig und da wird nur halb so viel geweint. 

#2 - Fähnchen im Wind

Heute jemandem Honig ums Maul schmieren, morgen beim nächsten lästern. Am besten über den, dem man am Vortag in den After geglitten ist. Macht man das so? Warum nicht.
Ich lästere auch gerne über die Fauxpas anderer, gar keine Frage. Mit dem Unterschied, dass ich ihnen das auch bei Nachfrage ins Gesicht sagen würde. So erwarte ich das ja auch von anderen. 
Aber in der heutigen Zeit scheint es modern zu sein, seine Meinung an die seines Gesprächspartners anzupassen, um möglichst viele Sympathiepunkte zu sammeln und sich zum Spast der Nation zu machen, wenn die ganze Geschichte dann rauskommt. Ganz großes Tennis, so gewinnt man Freunde fürs Leben.

#3 - Blender

Nein, damit meine ich nicht die Grafiksoftware, sondern Menschen, die sich zu etwas aufplustern/degradieren, was sie nicht sind. Wozu? Ein Mensch sollte doch froh sein, wenn er sich nicht verstellen muss und so akzeptiert wird, wie er ist. Ist doch viel leichter für alle Beteiligten... 
Aber Moment, degradieren? Warum sollte man sich denn schlechter machen, als man ist?
Also, das geht so:
Man nimmt ein Ereignis aus der eigenen Vergangenheit, verdreht alles ein bisschen und macht sich selbst zum armen, wehrlosen Opfer, das für nichts was konnte. Das funktioniert gut, bringt einem Mitleid ein und man kann vorheucheln, wie gut man doch mit seiner ach so schwierigen Kindheit klar kam. Richtige Experten tupfen mit dem Taschentuch am Augenwinkel und setzen noch einen drauf. Beim Blenden ist alles möglich und alles erlaubt. 
Andersrum geht das natürlich genauso. Anstatt mit jemandem eine Diskussion geführt zu haben, hat man den anderen krankenhausreif geschlagen. Ist vollkommen legitim und die Zuhörer nicken anerkennend und denken sich "Oha! Mit dem leg ich mich lieber nicht an! Besser, ich versteh mich gut mit dem". 
Es gilt das selbe, wie für die Fähnchen (wobei sich Blender und Fähnchen nicht ausschließen), auf die Art findet man gute und langanhaltende Freundschaften. Ehrenwort.


Man kann kleingeistig sein, aber irgendwo gibt's Toleranzgrenzen und das sind Dinge, bei denen ich an meine stoße. 
So. Jetzt geht's mir besser!

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